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In­si­der-Han­del

Gemäß Art. 3 Abs. 1der EU-Verordnung über die Integrität und die Transparenz des Energiegroßhandelsmarkts (REMIT) ist die direkte oder indirekte Nutzung von Insider-Informationen, der Versuch der Nutzung für eigene Zwecke, die Weitergabe von Insider-Informationen an Dritte, oder die Empfehlung/Verleitung zum Erwerb oder zur Veräußerung von Energiegroßhandelsprodukten auf Basis von Insider-Informationen verboten.

Während Primärinsider, soweit sie vorsätzlich handeln, den Straftatbestand § 95a Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) verwirklichen, begehen Sekundärinsider eine Ordnungswidrigkeit (§ 95 Abs. 1c) EnWG).

Primärinsider ist, wer über Insider-Informationen in Bezug auf ein Energiegroßhandelsprodukt verfügt und eines oder mehrere der persönlichen Merkmale von Art. 3 Abs. 2a) bis d) REMIT erfüllt. Gemäß Art. 3 Abs. 2d) REMIT ist dabei auch derjenige Primärinsider, der im Zuge der Begehung oder der Vorbereitung einer Straftat eine Insider-Information erlangt hat.

Sekundärinsider ist demgegenüber, wer zwar nicht die persönlichen Merkmale von Art. 3 Abs. 2a) bis d) REMIT erfüllt, der aber nach Art. 3 Abs. 2e) REMIT über eine Insider-Information in Bezug auf ein Energiegroßhandelsprodukt verfügt, und weiß oder wissen müsste, dass es sich um eine Insider-Information handelt.

Stellt die Bundesnetzagentur einen Anfangsverdacht auf Begehung einer Straftat fest, gibt sie den Fall umgehend an die zuständige Strafverfolgungsbehörde ab. Ordnungswidrigkeitsverfahren führt die Bundesnetzagentur als zuständige Verwaltungsbehörde.

Stand: 15.01.2015